Forschungskolloquium am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen

Tobias Schmohl

Studiert habe ich jeweils im Hauptfach Allgemeine Rhetorik und Germanistik. Philosophie musste ich für den Abschluss (aus „prüfungsrechtlichen Gründen“) zum Nebenfach degradieren; Komparatistik habe ich als zweites Nebenfach abgeschlossen. Eine Zeitlang war ich zusätzlich im Parallelstudium Ethik und Deutsch auf Staatsexamen eingeschrieben, aber dafür blieb neben meiner ersten Qualifikationsstelle dann leider keine Zeit mehr.

Wenn ich nochmal studieren könnte, … – hmm … ich hab das Gefühl, nie so richtig damit aufgehört zu haben. Aber seit dem Abschluss fühle ich mich thematisch weniger festgelegt. Angesichts der aktuellen Bologna-Bedingungen würde ich wohl eher ein Handwerk lernen. 😉

Im Moment treibt mich wissenschaftlich besonders die Frage um, wie sich eine komplexitätsadäquate und trotzdem (oder vielleicht sogar: gerade deshalb?) praxistaugliche Beschreibung didaktischer Vermittlungsstrategien sinnvoll modellieren lässt.

Mein Weg in die Forschung ist eher ein Trampelpfad in unwegsamem Gelände.

Wenn ich die Forschung verändern könnte, würde ich … – ich bin der Überzeugung, sie verändert sich permanent, und zwar auch durch kleine, unscheinbare Beiträge. Insofern stellt sich die Frage so für mich nicht.

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung sollte von zwei Leitlinien geprägt sein: von Wissenschaftlichkeit und dem Fördergedanken. (Das ist alles andere als selbstverständlich.)

Am Forschungskolloquium habe ich teilgenommen, um Antworten darauf zu finden, wie sich hochschuldidaktische Forschung programmatisch positionieren lässt.

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dem Kolloquium mitnehme, lautet: Fragen sind wichtiger als Antworten.

Hochschuldidaktik? Also für mich steht der Begriff vor allem für ein Forschungsfeld, das sich neben einer bunten Vielfalt an institutionell verankerten Kompetenzschulungen etabliert. Damit geht notwendig auch intensive konzeptionelle Arbeit einher.