Hilde Schaeper

Studiert habe ich Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen.

Wenn ich nochmal studieren könnte, würde ich wieder Soziologie wählen, aber gaaanz anders studieren (zielgerichteter, intensiver – obwohl: Wann sonst würde man zwei Monate durch Arabien reisen oder verschiedene Lebensformen ausprobieren?).

Im Moment treibt mich wissenschaftlich besonders die Frage um, wie sich die hochschulische Lernumwelt auf das Studium auswirkt, ob das forschende Lernen unter die Räder gekommen ist und wie man es stärker verbreiten kann.

Mein Weg in die Forschung ist vielfach behindert worden, hat mich aber zu einem lohnenden Ziel gebracht.

Wenn ich die Forschung verändern könnte, würde ich die Projektförmigkeit von Forschung reduzieren, die Zeitplanung entschleunigen, obligatorische Mußestunden für intensives Nachdenken einführen, Bedingungen für eine gesunde Balance zwischen Berufs- und Privatleben schaffen.

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung sollte u. a. auf einer abgesicherten Basis erfolgen und auf eine hohe wissenschaftliche Qualität Wert legen.

Forschungskolloquium habe ich teilgenommen, um sich über Forschungsfragen auszutauschen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dem Kolloquium mitnehme, lautet: Es gibt noch viel zu tun in der Hochschulforschung und viele wichtige und spannende Fragen, die auf Beantwortung warten. Und: Die Arbeit und der Austausch in interdisziplinär zusammengesetzten Teams sind sehr anregend und fruchtbar.

Hochschuldidaktik? Also für mich heißt das vor allem, dass die Ergebnisse und Einflussgrößen von Hochschulbildung untersucht und die Bedingungen hochschulischen Lernens und Lehrens verbessert werden.