Forschungskolloquium am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen

Elke Bosse

Studiert habe ich zunächst Sprachlehrforschung, Soziologie und Germanistik an der Universität Hamburg, später ergänzt um das IZHD-Zertifikat „Lehrqualifikation für Wissenschaft und Weiterbildung“ sowie eine Promotion im Bereich Interkulturelle Kommunikation.

Wenn ich nochmal studieren könnte, würde ich mich weiter in die Soziologie vertiefen, um meine Methodenkenntnisse zu erweitern und organisationstheoretische Perspektiven zu erkunden.

Im Moment treibt mich wissenschaftlich besonders die Frage um, was der politische Heterogenitätsdiskurs für die Hochschulentwicklung bieten kann und wie er auf „empirische Füße“ zu stellen ist.

Mein Weg in die Forschung ist geprägt von Interdisziplinarität und der Begeisterung für qualitative Untersuchungsverfahren, genauso wie von der Suche nach Anwendungsmöglichkeiten für empirisch gewonnene Ergebnisse in meiner eigenen Lehr- und Fortbildungspraxis.

Wenn ich die Forschung verändern könnte, würde ich der Untersuchung von Lehren und Lehren einen festen Platz an den Hochschulen verschaffen und für Gelegenheiten sorgen, Ergebnisse im Austausch mit den Beteiligten für die Lehr- und Hochschulentwicklung zu nutzen.

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung sollte sich nicht auf professorales „Machen Sie mal!“ oder punktuelle Workshops beschränken, sondern einen systematischen Einblick in die Anforderungen und Möglichkeiten einer wissenschaftlichen Laufbahn bieten, der neben der Forschung auch die Lehre, akademische Selbstverwaltung etc. berücksichtigt.

Am Forschungskolloquium habe ich teilgenommen, um mein Habilitationsvorhaben auf kollegialer Ebene zu reflektieren, Kontakt zum HUL aufzubauen und Anbindungsmöglichkeiten für meine Nachwuchsgruppenteam zu erkunden.

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dem Kolloquium mitnehme, lautet: Mein Arbeitstitel ist irreführend bzw. spiegelt nicht wider, dass es um alle drei hochschulischen Ebenen – d.h. Makro-Meso-Mikro – gehen soll.

Hochschuldidaktik? Also für mich heißt das vor allem das gesamte Hochschulsystem zu betrachten und vom Lehr-Lerngeschehen über die Programmentwicklung bis hin zu den institutionellen und politischen Rahmenbedingungen zu denken – oder auch umgekehrt.