Evaluation forschenden Lernens

Mit der Renaissance des forschenden Lernens geht nicht selten einher, dass positive Wirkungen als gesetzt angenommen oder ausschließlich normativ aus der Theorie entwickelt werden: Da sich eine Lehre, die eng auf die Forschung bezogen ist, argumentativ vor allem für Universitäten gut begründen lässt, geht man oftmals stillschweigend davon aus, dass forschendes Lernen auch durchweg günstige Wirkungen auf Studierende und deren Wissen, Können und Haltung hat. Wenig berücksichtigt wird dabei, welche Ziele mit forschendem Lernen im Einzelnen verfolgt werden und welche Effekte primär intendiert sind. Zumindest im deutschsprachigen Raum mangelt es gleichzeitig an Ansätzen und Instrumenten zur Evaluation forschungsorientierter Lehre an der Hochschule. Die wenigen Evaluationen zu Forschungsorientierung in der Lehre schließlich, wie sie in aktuellen Projektzusammenhängen deutlich werden, unterscheiden sich kaum von klassischen Lehrveranstaltungsevaluationen (Schiefner-Rohs et al., 2018). Dies erscheint problematisch, wenn man berücksichtigt, dass forschungsorientierte Lehre eben nicht nur ein methodischer Ansatz auf Veranstaltungsebene ist, sondern alle hochschuldidaktischen Ebenen (nach Flechsig, 1975) in den Blick nehmen kann.

Das Forschungskolloquium – anlässlich des Themas unter dem Dach von FideS-Transfer – möchte vorhandene Ansätze mit beteiligten Kolleginnen und Kollegen exemplarisch vorstellen und Erfahrungen diskutieren.

Das Kolloquium ist daher länger als üblich (von 13:00-18:00) und findet in den Räumlichkeiten des Universitätskollegs (R4018/4019) im 4. Stock der Schlüterstraße 51 statt.