Thesen zur Lehrfreiheit

18. Februar 2019 Mareike Bartels Keine Kommentare

22.02.2019 | 13.00-16.00 – Internes Forschungskolloquium

Freiheit von Forschung und Lehre ist ein hohes Gut an Universitäten. Welche Aspekte dies umfasst, zeigt exemplarisch das Themenheft „Akademische Freiheit. ‚Core Value’ in Forschung, Lehre und Studium“ der Zeitschrift „die hochschule“ aus dem Jahr 2016 (hier). Insbesondere die Lehre sieht sich im Zuge von Bologna und Qualitätspakt Lehre vermehrt sehr verschiedenen Ansprüchen und Wertvorstellungen gegenüber, die nicht immer im Einklang mit einer (durchaus divers interpretierbaren) Lehrfreiheit stehen. Das HUL hat am 21. und 22. Februar 2019 Prof. Dr. Ines Langemeyer vom KIT für einen Dialog über dieses Thema zu Gast. Dieser wird beendet mit einem internen Kolloquium, in dem die bis dahin erarbeiteten Thesen zur Lehrfreiheit im engeren Kreis diskutiert werden.

Erprobte Lehrpraxis im Musterformat

20. Dezember 2018 Eileen Lübcke Keine Kommentare

25.01.2019 | 13.00-16.00 – HUL, Raum 2001, Schlüterstraße 51

Im Rahmen dieses Forschungskolloquiums möchten wir Sie dazu einladen, den Pattern-Ansatz zur Dokumentation bewährter Praxis kennenzulernen und mit uns über die praktischen, nutzerseitigen Aspekte solcher didaktischen Muster in der Hochschullehre zu sprechen.

Als Impuls stellen wir zunächst das am HUL angesiedelte Projekt OPTion vor und geben Einblicke in unsere theoretischen Überlegungen zur Verwendung und Transformation des Musteransatzes. Wir freuen uns besonders auf eine rege Diskussion mit Praktikern, die in der Lehre tätig sind, aber auch alle anderen Interessierten sind sehr herzlich eingeladen.

Hinweis: Bitte bringen Sie für den Praxisteil Ihren eigenen Laptop mit, wenn möglich.

Im Forschungsprojekt OPTion wird eine Open-Access-Infrastruktur zur Erfassung und Systematisierung von bewährter Lehr-Lern-Praxis basierend auf dem Pattern-Ansatz aus der Architektur (vgl. Alexander et al. 1977) entwickelt. Damit ist eine inzwischen schon erprobte Strategie vorhanden, die Regelmäßigkeit von Lösungsarrangements zu erfassen und so darzustellen, dass dem Rezipienten deutlich wird, für welche Problemstellungen und unter welchen Kontextbedingungen diese Maßnahmen prinzipiell brauchbar sind.

OPTion geht von diesem Ansatz aus, verwendet aber eigene, abgewandelte Komponenten zur Erfassung von Mustern, um unterschiedlichen Zwecken gerecht zu werden: Einerseits der Datengenerierung zur vertieften Forschung, andererseits der Datenaufbereitung für den Transfer.
Dabei orientieren sich beide Konzepte an der klassischen Pattern-Terminologie. Sie unterscheiden sich insbesondere durch den Abstraktionsgrad.

Narrative Muster (nrMuster) bleiben näher an den Alltagsbeschreibungen aus der Praxis und bilden die Komplexität der Lehr-Lernsituation inklusive der ggf. vielgestaltigen Beweggründe für den Einsatz einer Maßnahme ab. Abweichend von der im Pattern-Ansatz üblichen Problem-Lösung-Konstellation (sog. Patlets) fragen wir hier nach den möglicherweise vielgestaltigen Gründen für den Einsatz einer Maßnahme.

Analytische Muster (anMuster) sind stärker verdichtet und am klassischen Muster-Diskurs orientiert. Sie sind besonders auf Problem-Lösung-Konstellationen (sog. Patlets) ausgerichtet und zeichnen sich durch einen höheren Grad der Abstraktion aus. Die komplexen Bildungsinnovationen in den narrativen Mustern werden durch analytische Verfahren in detaillierte Patlets aufgeteilt.

Weiterlesen: unter www.patternpool.de

Evaluation forschenden Lernens

12. Oktober 2018 Dragana Naskovska Keine Kommentare

23.11.2018 | 13.00-18.00 – Universitätskolleg, Raum 4018/4019, Schlüterstraße 51

im Rahmen von FideS-Transfer: Evaluation Forschenden Lernens

Mit der Renaissance des forschenden Lernens geht nicht selten einher, dass positive Wirkungen als gesetzt angenommen oder ausschließlich normativ aus der Theorie entwickelt werden: Da sich eine Lehre, die eng auf die Forschung bezogen ist, argumentativ vor allem für Universitäten gut begründen lässt, geht man oftmals stillschweigend davon aus, dass forschendes Lernen auch durchweg günstige Wirkungen auf Studierende und deren Wissen, Können und Haltung hat. Wenig berücksichtigt wird dabei, welche Ziele mit forschendem Lernen im Einzelnen verfolgt werden und welche Effekte primär intendiert sind. Zumindest im deutschsprachigen Raum mangelt es gleichzeitig an Ansätzen und Instrumenten zur Evaluation forschungsorientierter Lehre an der Hochschule. Die wenigen Evaluationen zu Forschungsorientierung in der Lehre schließlich, wie sie in aktuellen Projektzusammenhängen deutlich werden, unterscheiden sich kaum von klassischen Lehrveranstaltungsevaluationen (Schiefner-Rohs et al., 2018). Dies erscheint problematisch, wenn man berücksichtigt, dass forschungsorientierte Lehre eben nicht nur ein methodischer Ansatz auf Veranstaltungsebene ist, sondern alle hochschuldidaktischen Ebenen (nach Flechsig, 1975) in den Blick nehmen kann.

Das Forschungskolloquium – anlässlich des Themas unter dem Dach von FideS-Transfer – möchte vorhandene Ansätze mit beteiligten Kolleginnen und Kollegen exemplarisch vorstellen und Erfahrungen diskutieren. Prof. Dr. Peter Tremp von der PH Zürich wird einen Impuls zu seinen Erfahrungen aus der eigenen Erarbeitung eines Evaluationsinstruments für das forschungsorientierte Studium im Rahmen des „Züricher Framework“ geben und dabei auch auf Hürden und Hindernisse eingehen. Ergänzt wird dies durch Überlegungen von Frau Prof. Dr. Sylvia Lepp und Johannes Polzin von der HfWU Nürthingen-Geisslingen. Zudem freuen wir uns sehr, dass Prof. Dr. Jan Hense von der DeGeval unsere Einladung angenommen hat und als Kommentator der Veranstaltung zur Verfügung steht.

Ein ausführliches Programm finden Sie hier.

Um eine informelle Anmeldung bei Jennifer Preiß (jennifer.preiß@uni-hamburg.de) wird gebeten.

Das Kolloquium ist daher länger als üblich (von 13:00-18:00) und findet in den Räumlichkeiten des Universitätskollegs (R4018/4019) im 4. Stock der Schlüterstraße 51 statt.