Alexa Kristin Brase

Studiert habe ich Diplom-Sozialwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover. Als Promotionsstudentin bin ich an der Universität Potsdam eingeschrieben.

Wenn ich nochmal studieren könnte, würde ich Lektüregruppen zu den Klassikern soziologischer Theorie gründen und damit vermutlich jede Regelstudienzeit sprengen.

Im Moment treibt mich wissenschaftlich besonders die Frage um, wie man soziologische Perspektiven sinnvoll mit hochschuldidaktischer Forschung verknüpfen kann.

Mein Weg in die Forschung ist geprägt durch die Erfahrung einer nicht-wissenschaftlichen Tätigkeit: Die Zusammenarbeit mit meinem Team hat mir zwar Spaß gemacht, aber zweieinhalb Jahre fernab der Universität haben mich meinen Forscherdrang spüren lassen. Die Arbeit in der Wissenschaft ist trotz aller Unwägbarkeiten ein Privileg.

Wenn ich die Forschung verändern könnte, würde ich ihre Unabhängigkeit breitenwirksam stärken. Hier sind allerdings eher Veränderungen der Rahmenbedingungen gefragt, die Zwänge und falsche Anreize mit sich bringen.

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung sollte Mut machen und vielfältige Reflexionsmöglichkeiten schaffen.

Am Forschungskolloquium habe ich teilgenommen, um Ideen dazu zu diskutieren, wie Forschung und Praxis im Kontext der Hochschulbildung so miteinander kooperieren können, dass beide Seiten etwas davon haben, und was einer solchen Kooperation im Weg stehen könnte.

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dem Kolloquium mitnehme, lautet: Es lohnt sich, immer wieder zu reflektieren, mit anderen zu diskutieren und auch am Beispiel konkret nachzuvollziehen, welche Art von Erkenntnis man mit dem eigenen Ansatz anstrebt.

Hochschuldidaktik? Also für mich heißt das vor allem Lernen an der Hochschule besser zu verstehen, innerhalb der Disziplinen und darüber hinaus.